Die Bildungs- und Entwicklungsfelder
Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit bildet der baden- württembergische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung. Die darin formulierten Ziele für die Bildungs- und Entwicklungsfelder „Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl und Mitgefühl, Sinn, Werte und Religion“ haben für uns einen verbindlichen Charakter.
Grundlegende Bedingung für eine gelingende Entwicklung des Kindes sind körperliches und seelisches Wohlbefinden. Um sich gut entfalten zu können, braucht es Anerkennung, Lob und Ermutigung. Dies gibt dem Kind das Gefühl so angenommen zu sein, wie es ist. Auf dieser Basis kann es die Welt entdecken, erleben und eigene Erfahrungen sammeln.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung erfolgt nach dem Berliner Modell. Dies sieht eine dreitägige Grundphase vor, in der das Kind in jedem Fall während des gesamten Aufenthalts von ca. 1,5 Stunden von einem Elternteil / Erziehungsberechtigtem begleitet wird. Am vierten Tag findet ein erster Trennungsversuch statt. Je nach Reaktion des Kindes wird dann der weitere Verlauf der Eingewöhnung bestimmt. In der Regel dauert es ca. 2-3 Wochen, bis das Kind während der gesamten Zeit allein in der Einrichtung bleibt.
Wichtige Aspekte und Ziele der Eingewöhnung:
Die Eingewöhnung wird vorab in einem separaten Gespräch mit den Eltern besprochen.
Sie orientiert sich (nach der dreitätigen Grundphase) am Bedürfnis des einzelnen Kindes und wird individuell gestaltet.
Die Fachkraft gewöhnt das Kind Schritt für Schritt an den Alltag, die Strukturen und Regeln der Einrichtung.
Die Kinder bauen in Begleitung einer Bezugsperson eine Beziehung zur Fachkraft auf.
Übergänge
Der erste Übergang aus der Familie in die Kindertageseinrichtung stellt insbesondere das Kind vor große Herausforderungen, weshalb dieser besonders sensibel gestaltet werden sollte. Dies setzt eine enge Zusammenarbeit sowie klare Absprachen zwischen den Eltern und der Fachkraft voraus. Gelingt der Übergang, so „[…] steigt die Wahrscheinlichkeit, dass spätere Übergänge auch gemeistert werden.“ (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, 2014, S.75)
Damit auch der spätere Wechsel vom Kleinkindbereich in den Kindergarten gelingt, werden vorab mindestens zwei Besuche in der neuen Gruppe angestrebt. Hierbei kann sich das Kind im Beisein der ihm bereits vertrauten Fachkraft aus der Krippe mit den neuen Räumen, den Fachkräften sowie den Kindern der Gruppe vertraut machen.
Durch die intensive Kooperation mit der örtlichen Grundschule werden die Kinder im Beisein einer verlässlichen Bezugsperson auch auf diesen Übergang behutsam vorbereitet.
Beobachtung und Dokumentation
Durch gezieltes Beobachten können wir die Bedürfnisse sowie auch die Themen und Motivationen des Kindes wahrnehmen. Diese Beobachtungen bilden einerseits die Grundlage unseres pädagogischen Handelns, andererseits diesen sie uns als inhaltliche Basis für den Austausch im Team sowie auch für Gespräche mit den Eltern.
Die beobachteten Lern- und Entwicklungsschritte des einzelnen Kindes werden überwiegend schriftlich, teilweise auch in Form von z.B. Videosequenzen, Tonaufnahmen, etc. dokumentiert. Teilweise werden hierbei auch die Kinder aktiv mit einbezogen (z. B. bei der Gestaltung des Kinderhausbuches / individuellen Portfolios).
In jedem Falle ist die Einhaltung der Schweigepflicht gewährleistet.
Zusammenarbeit mit Eltern
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Elternarbeit, da Bildung und Erziehung nur dann gelingen kann, wenn Eltern und Fachkräfte Hand in Hand zusammenarbeiten. Im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft möchten wir gleichberechtigte Beziehungen herstellen, welche eine Zusammenarbeit auf der Basis gegenseitigen Vertrauens ermöglichen. Dies wiederum setzt voraus, dass die Eltern über die Abläufe und Strukturen des Alltags informiert sind und ein regelmäßiger Austausch zwischen den Beteiligten stattfindet.
Die Elternarbeit findet in unserer Einrichtung in unterschiedlichen Formen statt (z.B. regelmäßige Gespräche, Elternbeirat, Feste und Feiern, Lesepaten, Eltern- Kind- Aktionen, etc.)
Öffentlichkeitsarbeit
Die Arbeit im Kinderhaus wird in erster Linie von den Kindern, ErzieherInnen, Eltern und dem Träger gestaltet. Darüber hinaus ist es unser Ziel, sich nach außen in den Sozialraum hin zu öffnen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, das direkte Umfeld der Einrichtung sowie die im Ort lebende Bevölkerung kennen zu lernen und zu erkunden (z.B. Exkursionen in und um Braunsbach).
Fester Teil unserer Arbeit ist auch das Feiern von Festen, Tage der offenen Tür und Aktionen mit Eltern.
Wir machen unsere Arbeit regelmäßig transparent und stellen sie z.B. in Form von Artikeln im Amtsblatt oder der Tageszeitung, anhand von Aushängen mit Fotos, etc. der Öffentlichkeit vor. Dadurch entsteht bei der Bevölkerung Interesse und Verständnis für unsere Arbeit.

